WordPress: Die automatischen Updates

von Jan Hoffmann

Wer sich ein wenig intensiver mit WordPress beschäftigt, wird feststellen, dass das Content Management System weitaus mehr Funktionen bereithält, als im Backend ersichtlich. Unter anderem auch die Funktion der automatischen Updates, auf die wir in diesem Artikel einmal näher eingehen. Welche Möglichkeiten diese Funktion bereithält und ob die automatischen Aktualisierungen für WordPress, Plugins und Themes ratsam sind, erfahren Sie hier.

WordPress kann mehr

WordPress ist zweifelsohne eines der meist unterschätzten Content Management Systeme auf dem Markt. Sicherlich nicht zuletzt deshalb, weil man ursprünglich vor vielen Jahren als reines Blogsystem gestartet war. Inzwischen steht WordPress als funktionsreiches CMS zur Verfügung und erfreut sich einer großen Beliebtheit — selbst große Unternehmen und Konzerne nutzen WordPress inzwischen für den Betrieb von Onlineshops (in Kombination mit WooCommerce) oder der eigenen Unternehmenswebseite. Einer der Hauptgründe für diesen großen Erfolg ist die einfache Bedienbarkeit, die einen schnellen Einstieg ermöglicht. Umfangreiche Schulungen und lange Einarbeitungszeiten gehören damit der Vergangenheit an — anders als bei so manch anderem Content Management System. Gerade die schlichte und einfache Verwaltungsoberfläche lässt WordPress auf den ersten Blick recht unscheinbar auftreten.

Doch der Schein trügt. Unter der Haube verborgen, finden sich einige nützliche Funktionen, die im Backend nicht ersichtlich sind. So gibt es beispielsweise ein Tool zur Reparatur der Datenbank, eine AntiSpam-Verschlüsselung für E-Mail-Adressen und vieles mehr.

Die automatischen WordPress Updates

Zu diesen „Insiderfeatures“ gehören auch die automatischen Updates. Einmal in der Konfigurationsdatei („wp-config.php“) auf dem Server aktiviert, werden je nach Wunsch die Updates für die WordPress-Core selbst, Plugin-Aktualisierungen und wahlweise Theme Updates automatisch eingespielt. Immer dann, wenn ein neues Update erscheint. Vollautomatisch und gänzlich ohne jegliche Zutun des Administrators. Eigentlich keine schlechte Sache. Schließlich erfreut sich WordPress stets einer rasanten Weiterentwicklung, mit der nicht nur viele neue Funktionen und eine hohe Sicherheit einhergehen, sondern auch regelmäßige Aktualisierungen. Das bedeutet natürlich einen regelmäßigen Wartungsaufwand, der allerdings auch bei anderen Content Management Systemen besteht. Die Funktion der automatischen Updates kommt da gerade gelegen.

Finger weg von den Auto-Updates

Wenngleich diese Funktion zunächst äußerst zeitsparend klingen mag, kann von der Nutzung selbiger nur abgeraten werden. Für Entwicklungsinstanzen von WordPress oder dergleichen können sich die automatischen Updates unter Umständen als nützlich erweisen, für ein Produktivsystem stellt der Einsatz jedoch ein hohes Risiko dar.

  • die automatischen Updates werden ohne jegliche Kompatibilitätsprüfung installiert. Das bedeutet, dass Updates auch dann unaufhaltsam installiert werden, wenn diese möglicherweise mit WordPress selbst, anderen Plugins oder beispielsweise der PHP Version auf dem Server kollidieren würden. In der Regel bedeutet das, dass die Webseite ganz oder teilweise nicht erreichbar ist.
  • man könnte die Webseite natürlich einfach nach dem Updateprozess auf einwandfreie Funktionalität überprüfen und das Problem wäre gelöst. Leider nicht ganz! Anstehende Updates werden immer dann eingespielt, wenn diese veröffentlicht wurden. Das kann sowohl an einem Wochenende der Fall sein, als auch außerhalb der Arbeitszeiten oder im wohlverdienten Urlaub. Die Webseite wäre damit über einen längeren Zeitraum nicht mehr funktionstüchtig und das völlig unbemerkt.
  • ebenfalls als problematisch erweist sich die Fehlersuche, sollten durch Updates etwaige Probleme auftreten. Welches Plugin ist für den Fehler verantwortlich? Die Suche der Nadel im Heuhaufen.
  • guter Rat ist oft teuer: Funktioniert die Webseite erst einmal nicht mehr, kann oft nur ein Experte helfen. Fehlersuche- und Behebung und das am besten schnellstmöglich — das kostet nicht nur jede Menge Geld, sondern auch Zeit und Nerven.

Wenn die automatischen Updates nur Nachteile mit sich bringen, warum gibt es diese Möglichkeit in WordPress dann überhaupt? Berechtigte Frage! Für einige wenige Anwendungszenarien wie beispielsweise Entwicklungsumgebungen, Testsysteme oder dergleichen kann sich diese Funktion eignen, um den Wartungsaufwand zu minimieren. Außerdem gibt es die Möglichkeit einer individuellen Konfiguration, um nur gewisse Updates für den Automatismus zuzulassen, während andere wiederrum manuell durchgeführt werden müssen. Nichtsestotrotz bleibt abschließend zu sagen, dass sich diese Funktion nicht für Webseiten und Onlineshops eignet, die einem produktiven Betrieb ausgesetzt sind.

Die Alternative

Die einzige Alternative zu den automatischen Updates ist die manuelle bzw. händische Installation selbiger. Wer sich dieser Aufgabe nicht selbst annehmen möchte — sei es aus zeitlichen Gründen oder schlichtweg aus Angst, einen schwerwiegenden Fehler zu machen — dem können wir unsere Wartungspakete ans Herz legen. Die Experten von ButlerPress übernehmen die komplette technische Wartung für Unternehmenswebseite oder Onlineshops auf Basis von WordPress. Und damit nicht genug, auch wichtige Themen wie Sicherheit, Uptime-Monitoring, Performance-Tracking und viele weitere Bestandteile einer ganzheitlichen Wartung gehören zum Leistungsumfang.

Lesetipp: